Schirmherrin für Notfall-Seelsorge des Main-Tauber-Kreises – Bärchen-Aktion
Sie konnte an ihrem Tag 1.600,– € dafür sammeln.
Bericht der Fränkischen Nachrichten vom 23.12.2010:Ursula Burkert: Großzügige Spende für die Notfallseelsorge
Teddybären lindern den größten Kinderschmerz
Bad Mergentheim. 1700 Euro spendete Pfarrerin Ursula Burkert anlässlich ihres 60. Geburtstags der ökumenischen Notfallseelsorge im Main-Tauber-Kreis für die Aktion „Teddybär“. Die flauschigen Tiere sind begehrte stille Tröster für Kinder in Not.
„Es hilft uns, wenn wir so einen Teddy in unseren Einsatzfahrzeugen haben“, stellt der Leiter der Polizeidirektion Tauberbischofsheim, Leitender Kriminaldirektor Wolfgang Eble, dazu fest. „Wie sind sehr froh über diese Aktion der Notfallseelsorge.“
Auch die Verantwortlichen vom Deutschen Roten Kreuz und der Feuerwehr sind glücklich, dass sie mit den Teddys jetzt ein bewährtes Mittel haben, um Kinder zu trösten.
Die „Stiftung Notfallseelsorge“ habe die Aktion im letzten Jahr ins Leben gerufen, informiert Pfarrer Horst-Frithjof Tschampel, Elpersheim, leitender Notfallseelsorger der evangelischen Kirche. So ein Teddy „schenkt einem Kind, das mit in einen Notfall geraten oder Augenzeuge eines schrecklichen Geschehens geworden ist, Trost und Stütze. Er hat heilende Wirkung auf die Seele“. Werde ein Kind Opfer eines Unfalls, könnten die Rettungskräfte, die sich um das Kind kümmern, mit einem solchen Teddybären oft das Eis brechen und Vertrauen schaffen.
In vier Gestalten gibt es diesen Notfall-Teddy, den das Kind in jedem Fall behalten darf. Der „Notfallseelsorgeteddy“ trägt die violette Schutzbekleidung der Notfallseelsorge, während der „Feuerwehrteddy“ mit der Arbeitsschutzbekleidung der Feuerwehrleute ausgestattet ist. Auch für das Rote Kreuz und die Polizei gibt es passend gekleidete Plüschtiere.
Beim „Tag der Sicherheit“ in Bad Mergentheim wurde die Aktion bekanntgemacht, die Pfarrer Mathias Widmayer und seine Ute Widmayer-Lange in den Main-Tauber-Kreis geholt haben. Jetzt hat Pfarrerin Ursula Burkert zur Freude der Notfallseelsorger die Schirmherrschaft übernommen und gleich den Erlös einer Spendenaktion aus Anlass ihres 60. Geburtstag zur Verfügung gestellt.
„Ich weiß gut“, sagt die Jubilarin, „wie man durch solch einen Teddy Geborgenheit erfahren kann“. Ein Kind, das gerade erfahre, wie die Welt ins Wanken kommt, habe mit ihm etwas, an dem man sich festhalten könne.
Man könne mit dem Teddy reden und ihm die schreckliche erlebte Geschichte erzählen. Und das tue jedem Kind gut.
Für 1.700 Euro lassen sich eine ganze Menge dieser Teddys erwerben. In Idealfall sollten sie dann in allen Einsatzfahrzeugen mitfahren, um bei Bedarf zur Verfügung zu sein.
peka
Fränkische Nachrichten
23. Dezember 2010


